Raumordnung und nachhaltige Energienutzung Oberkärnten

Das Projekt „Raumordnung und nachhaltige Energienutzung – Beispiel Oberkärnten“ untersucht die vorhandenen Potenziale für erneuerbare Energie und Energieeffizienz in der Region und entwickelt darauf aufbauend Steuerungsmöglichkeiten der Raumplanung und Raumordnung zum Thema Energie. Ziel ist es, die raumplanerischen Grundlagen für den Kärntner Weg zu mehr Energieauto­nomie zu schaffen.

Das ÖIR hat im Rahmen dieses Projekts Empfehlungen in Form von Energieleitli­nien für drei unter­schiedliche Raumtypen erarbeitet: Kärntner Zentralraum mit Zuwanderung, regi­onale Zentren Kärn­tens und dezentrale Räume Kärntens mit Abwanderung. Aufgrund ihrer unter­schiedlichen Charak­teristika erfordern unterschiedliche Regionen und Raumtypen in Kärnten einen anderen Zugang beim Einsatz von Instrumenten der Raum- und Entwicklungsplanung gegenüber Fragen der Ener­gieversorgung und des Energiebedarfes.

Energielandkarte Kärnten (Quelle: Leistungskatalog Erneuerbare Energie Kärnten) 

Darüber hinaus hat das ÖIR Raumpla­nungs- und Standortkriterien zur Beurteilung von Standorten für neue erneuerbare Energieanlagen entwickelt. Der Kriterienkatalog wurde für Windkraftanlagen, Freiflächen-Photovoltaikanlagen, Biomasseanlagen und Kleinwasserkraftwerke erarbeitet und er­möglicht eine regionale Grobanalyse der Raumverträglichkeit der Projekte. Die Behörde kann damit rasch und einheitlich eine Aussage treffen, ob die Standortwahl aus regionaler Sicht in Nut­zungs­vereinbarkeit oder im Nutzungskon­flikt mit bestehenden Nutzungen und Ausweisungen steht. Damit wer­den Planungssicherheit und Transparenz von Projekten erhöht und das Investi­tionsrisiko für Pro­jektwerber verringert.

Bearbeitung:  Gregori Stanzer, Raffael Koscher

Partner: mecca consulting

Auftraggeber: Amt der Kärntner Landesregierung, Abt. 3 (via mecca consulting)

Leistungszeitraum: 2010-2011

Download: Projektbeschreibung