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Integration von Geodaten und statistischen Daten für EU-Politiken

Koordinierte Sammlung regionaler statistischer Daten auf EU-Ebene ist seit vielen Jahren ein Kernbestandteil des Europäischen Statistischen Programms (ESP). Zu diesem Zweck liefern die nationalen statistischen Behörden Daten entsprechend einem einheitlichen Referenzrahmen, welche von Eurostat aufbereitet und öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Während auf diese Weise für konventionelle statistische Regionaldaten bereits lange Zeitreihen aufgebaut werden konnten, besteht für Geostatistische Daten kein entsprechendes Mandat für Eurostat. Einheitliche Geodatensammlungen basieren daher stärker auf Projekten (z.B. Geostat) oder finden mit bestimmten thematischen Einschränkungen gezielt statt. Die Studie analysiert die bestehenden Rechtsgrundlagen in der EU und den Fortschritt, der in den vergangenen 20 Jahren bei der Vereinheitlichung der Sammlung geostatistischer Daten erzielt werden konnte.

Die fünf Prinzipien des Global Statistical Geospatial Framework (GSGF)

Methodisch basiert die Studie auf einer Kombination aus Experteninterviews, Dokumentenanalyse und Analyse der rechtlichen Grundlagen auf EU-Ebene. Bestehende Rechtsrahmen (z.B. INSPIRE Richtline) werden ebenso analysiert wie weniger formalisierte Abkommen zwischen den Mitgliedstaaten sowie auch Initiativen von Organisationen wie der OSZE.

Damit konnte gezeigt werden, dass im Hinblick auf die Strukturierung von Geodatenlieferungen (z.B. einheitliche Formate für Metadaten, einheitliche Klassifizierung von Datensätzen) bereits einige Fortschritte erzielt werden konnten. Einheitliche Datenbanken, in denen vergleichbare Geodatensätze zu bestimmten Themen aus verschiedenen Mitgliedstaaten zugänglich gemacht werden, sind allerdings nach wie vor nicht etabliert. Gleichzeitig besteht ein großer Bedarf an derartigen Datensätzen für den EU-Politikprozess – z.B. für Territorial Impact Assessment und Territorial Foresight Methoden in der Folgenabschätzung neuer EU-Politiken. Diese Studie zeigt den Bedarf und die Möglichkeiten auf, die einheitliche geostatistische Datensätze für derartige Vorhaben hätten.

Leistungszeitraum: 2020-2021

Bearbeitung: Roland Gaugitsch; Cristian Andronic, Manon Badouix, Erich Dallhammer, Bernd Schuh

Partner: Spatial Foresight, t33

Auftraggeber: Europäische Union, Ausschuss der Regionen

Download: Projektbeschreibung, Studie