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Evaluierung zu den Auswirkungen der GAP auf die territoriale Entwicklung des ländlichen Raums ist abgeschlossen

Von Sommer 2019 bis Herbst 2020 führte das ÖIR – mit Unterstützung der Konsortialpartner ADE, CCRI und CREA – eine Evaluierung der Auswirkungen der Gemeinsamen Agrarpolitik auf die territoriale Entwicklung ländlicher Gebiete durch. Der Fokus lag dabei auf den sozioökonomischen Aspekten. Untersucht wurden die Auswirkungen auf ländliche Regionen in der EU-28 während der Förderperiode 2014-2020. Die Studie im Auftrag der DG AGRI liefert eine Bewertung der Mechanismen und Wege, durch die die GAP eine ausgewogene territoriale Entwicklung erfolgreich unterstützt, und gibt Empfehlungen für Verbesserungen in der kommenden Förderperiode. Die Auswirkungen der GAP-Instrumente und -Maßnahmen auf sozioökonomische Aspekte und soziale Integration werden mittels quantitativer Methoden – wie Input-Output-Analyse, Clusteranalyse und statistischen Regressionen – sowie mit qualitativen Methoden, einschließlich Fallstudien in 12 Ländern, Literaturrecherche und der Beobachtung von Entwicklungstrends während des Programmzeitraums untersucht.

Nach den Ergebnissen der Evaluierungsstudie sind die Probleme und Bedürfnisse, mit denen ländliche Regionen in der EU-28 konfrontiert sind, erheblich. Die Ergebnisse der quantitativen Analyse und der Fallstudien zeigen, dass die Auswirkungen der GAP bei der Unterstützung einer ausgewogenen territorialen Entwicklung durch die Verbesserung sozioökonomischer Aspekte und der sozialen Integration je nach Charakteristik der ländlichen Region und dem angewandten Policy-Mix variieren. Es hat sich gezeigt, dass die Instrumente der 1. Säule, insbesondere die Direktzahlungen, einen positiven Einfluss auf die regionale Beschäftigung und Re-Investitionen haben. Maßnahmen der zweiten Säule, von denen einige speziell auf sozioökonomische Aspekte abzielen, zeigen ebenfalls positive Effekte.