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ESPON BRIDGES – Territories with Geographical Specificities

Regionen mit geografischen Besonderheiten stehen vor großen Herausforderungen bezüglich ihrer Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Regionen. Die EU hat dies anerkannt und die Wichtigkeit der territorialen Kohäsion für diese Regionen betont. In Regionen mit geografischen Besonderheiten gibt es jedoch keine statistisch signifikante ökonomische Rückständigkeit oder demographische Abnahme. Um eine zielgerichtete territoriale Politik in diesen Regionen zu erreichen, sollte zwischen geographischen Besonderheiten und objektiven Einschränkungsfaktoren – wie fehlende kritische Masse, Abgeschiedenheit, schlechte Erreichbarkeit – unterschieden werden. Die Aufgabe von ESPON BRIDGES war es zu untersuchen, wie territoriale Politiken die Muster und Trends geographischer Besonderheiten berücksichtigen können, wie politische Entscheidungsträger diese Besonderheiten adressieren können und wie Regionen mit geographischen Besonderheiten den Europäischen sektoralen Politiken helfen können, ihre Ziele zu erreichen.

ESPON BRIDGES basierte auf 20 Fallstudien, die einer der vier geographischen Besonderheiten zuzurechnen sind: Berge, Inseln, dünn besiedelte Gebiete und Küstengebiete. Die Fallstudien wurden in insgesamt 9 Modulen ausgeführt: Innovation, nachhaltiger Tourismus, gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen im Verkehr, soziale Innovation und Dienste von allgemeinem Interesse, Arbeitsmarkt, Wohnungswesen, Umweltschutz, Energie und Klimawandel.

© ÖIR GmbH

Die Ergebnisse haben große Unterschiede gezeigt, selbst innerhalb gleicher geografischer Besonderheiten. Regionen mit geografischen Besonderheiten sind insbesondere für die Ausarbeitung von Strategien geeignet, die sich auf die Schnittstelle von menschlichen Aktivitäten und der Umwelt beziehen. Unterstützung für Regionen mit geografischen Besonderheiten sollte einen sektorübergreifenden Ansatz wählen, da die relevanten Themen sehr komplex sind. Das ÖIR hat eine Fallstudie zu den Polnischen Tatra Bergen in den Modulen nachhaltiger Tourismus, Wohnungswesen und Umweltschutz durchgeführt.

Leistungszeitraum: 2017-2019

Bearbeitung: Martyna Derszniak-Noirjean, Erich Dallhammer

Partner: Spatial Foresight (Lead Partner); UHI Perth, Nordregio, Technopolis, Univ. of Liverpool, Swedish University of Agricultural Sciences, TCP-Int, University of Geneva – GEDT, E-cubed, Eurac Research, WYG – Croatia, University of Cambridge, University of Akureyri (UNAK)

Auftraggeber: ESPON EGTC (via Spatial Foresight)

Download: Projektbeschreibung, ESPON-Website