Auswirkungen des demographischen Wandels auf die europäischen Regionen

Eine Hauptfolge des demographischen Wandels in Europa ist die Alterung der Gesellschaft: Das aktuelle Verhältnis von Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu Menschen über 65 Jahren, welches derzeit bei etwa 4 zu 1 liegt, wird laut Eurostat-Prognose bis zum Jahr 2050 auf ein Verhältnis von 2 zu 1 schrumpfen. Ein hoher Anteil von alten Menschen in Gemeinden und Regionen muss jedoch nicht zwangsläufig eine Herausforderung oder Belastung darstellen. Die Bezüge und das Vermögen dieser Bevölkerungsgruppe können die Basis für ein breites Spektrum an ökonomischen Aktivitäten darstellen. Das Ziel der vorliegenden Studie ist es aufzuzeigen, wie lokale und regionale Behörden mit dem demographischen Wandel umgehen und sich auf vorhersehbare zukünftige Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen vorbereiten können:

  • Bevölkerungsveränderung innerhalb eines 50-km-Radius, 1961-2011, © UMS RIATE, Spatial ForesightKapitel 1 gibt einen Überblick über beobachtbare geographische Muster, Trends und aktuelle Prognosen in Europa;
  • Kapitel 2 analysiert, welche Herausforderungen demographischer Wandel für Behörden insbesondere im Zusammenhang mit der lokalen und regionalen Dienstleistungsversorgung verursacht;
  • Kapitel 3 beschreibt lokale und regionale Entwicklungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit demographischem Wandel und erkundet u.a. anhand von Fallbeispielen Möglichkeiten der Nutzung von demographischem Wandel als Entwicklungsmotor;
  • Kapitel 4 präsentiert Empfehlungen aufgrund der Forschungsergebnisse

In den Schlussfolgerungen der Studie wird die bedeutende Rolle einer gemeinsamen Herangehensweise im Umgang mit demographischem Wandel auf lokaler und regionaler Ebene betont. Um die Reduzierung der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu kompensieren, muss im Gegenzug bisher ungenutztes lokales Knowhow ergründet und besser genutzt werden. Initiativen auf Europäischer Ebene können dabei eine wichtige Rolle spielen. Hier ist zum Beispiel die Unterstützung von engerer Kooperation von Gemeinden und Regionen mit Akteuren im Wirtschafts- und Sozialbereich zu nennen.

Bearbeitung: Bernd Schuh; Jiannis Kaucic, Florian Keringer

Partner: t33, Spatial Foresight

Auftraggeber: Europäische Union, Ausschuss der Regionen (via t33)

Leistungszeitraum: 2015-2016

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